Bauchspeicheldrüsenkrebs

Was ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Er ist ein bösartiger Tumor, der am häufigsten vom Gangsystem im Pankreaskopf ausgeht. Hier wächst er und führt je nach seinem Ausgangspunkt zur Beeinträchtigung der Funktion des Pankreas und/oder zu einem Galleaufstau in der Leber. Der Tumor wächst allmählich in die umgebenden Blutgefässe, Nerven und die Lymphknoten. Wenn dieser Punkt erreicht ist, streuen die Krebszellen in den übrigen Körper und es treten Metastasen in anderen Organen auf. Damit ist die Erkrankung von einem lokalen in ein diffuses Stadium übergetreten, die Behandlung durch örtliche Entfernung des Tumors ist nicht mehr erfolgversprechend.

 In der Regel sind Krebspatienten über 60 Jahre alt, aber es gibt selten auch sehr junge Patienten, die an diesem Tumor erkranken.

Was sind die Krankheitszeichen?

Unglücklicherweise sind die Symptome des Bauchspeicheldrüsenkrebses relativ uncharakteristisch.

Am häufigsten beobachtet man eine Einschränkung des Allgemeinzustandes, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit.

Die Patienten klagen sehr häufig über uncharakteristische Schmerzen im Oberbauch, eventuell auch in den Rücken ziehend, die meist im Laufe der Erkrankung an Intensität zunehmen.

Es kann bei Tumoren im Bauchspeicheldrüsenkopf zu einer Störung des Gallenabflusses kommen. Dies führt zu einer Gelbsucht, die mit farblosem Stuhl, dunklem Urin und Hautjucken einhergehen kann. Tritt eine solche Gelbsucht ohne begleitende Schmerzen oder Fieber auf, so ist dies ein Alarmzeichen. Außerdem beobachtet man häufig eine neu aufgetretene Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder deutlich schlechtere Werte bei einer bekannten Zuckerkrankheit bei Patienten, die an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden.

Auch Depressionen und tiefe Beinvenenthrombosen treten gehäuft auf.

 

Krebszellen unterscheiden sich von normalen Zellen dadurch, dass sie sich viel häufiger Teilen, und die Grenzen zu anderen Geweben nicht respektieren, sie wachsen in andere Gewebe ein, lösen sich später sogar aus dem Zellverband und bilden in anderen Organen Ableger. Dies passiert, weil durch Mutationen an Genen Kontrollmechanismen ausgeschaltet werden.

Wie sind die Heilungschancen beim Bauchspeicheldrüsenkrebs?

 

Die Operation der Bauchspeicheldrüse ist in den letzten Jahren eine sehr sichere Methode geworden. Trotzdem leben nur wenige Patienten, bei denen der Tumor entfernt wurde, noch 5 Jahre nach der Operation, weil sie zu spät operiert werden konnten. Patienten, bei denen eine Krebsentfernung nicht möglich war, leben selten länger als 2 Jahre. Die umfänglichen Forschungsbemühungen lassen hoffen, dass es in den nächsten Jahren zu einer Verbesserung dieser Situation kommen wird. 

Momentan ist eine frühzeitige Operation, manchmal nach vorausgehender Chemotherapie die aussichtsreichste Therapie. Nach der Operation ist eine weitere Chemotherapie sinnvoll, dies bietet echte Langzeit- Überlebenschancen.